Sesselrücken an der Empa

Zwei Forschungsabteilungen erhalten neue Chefs

02.09.2014 | REMIGIUS NIDERÖST
Gleich zwei Abteilungen der Empa haben auf Anfang September neue Chefs erhalten: Corsin Battaglia übernimmt die Abteilung «Materials for Energy Conversion». Davide Bleiner steht neu der Abteilung «Analytische Chemie» vor, er löst Heinz Vonmont ab, der in Kürze in den Ruhestand gehen wird.
/documents/56164/256671/a592-2014-09-01-stopper_neue-AL.jpg/1672d826-6b95-4cc5-9a87-79adee9e46d8?version=1.0&t=1448303171454
 
Corsin Battaglia erforscht und entwickelt als neuer Leiter der Abteilung «Materials for Energy Conversion»  durch innovative Methoden neuartige Funktionsmaterialien. Er tritt die Nachfolge von Anke Weidenkaff an, die letztes Jahr einem Ruf an die Universität Stuttgart gefolgt ist.
 

 
Size 197 KB
  Corsin Battaglia wird neuer Leiter der Empa-Abteilung «Materials for Energy Conversion».
 

 
Battaglia hat seine Dissertation in Physik 2008 an der Université de Neuchâtel über selbstorganisierte Nanostrukturen auf Siliziumoberflächen abgeschlossen. 2009 ging er an die EPF Lausanne, wo er an neuartigen Konzepten für das Lichtmanagement in Solarzellen arbeitete. Seit 2012 hat er eine gemeinsame Anstellung an der «University of California, Berkeley», und am «Lawrence Berkeley National Laboratory»; im Fokus seiner Forschung stehen Innovationen im Bereich von Materialen und Baugruppen für elektronische sowie Energie-Anwendungen. Für seine Arbeiten ist Battaglia 2012 mit dem Zeno Karl Schindler Forschungspreis für Umwelttechnik und Nachhaltigkeit ausgezeichnet worden.  Durch seine Veröffentlichungen im Bereich Material- und Oberflächenwissenschaften sowie (opto-)elektronische Anwendungen hat sich Corsin Battaglia einen hervorragenden internationalen Ruf erworben. Der neue Abteilungsleiter hat die Empa-Direktion vor allem durch sein interdisziplinäres, lösungsorientiertes Denken, sein nationales und internationales Netzwerk in Forschung und Industrie und seinen Leistungsausweis beim Verknüpfen von Grundlagenforschung und industrieller Entwicklung überzeugt.
 
Ebenfalls auf den 1. September hat die Empa-Direktion Davide Bleiner zum neuen Leiter der Empa-Abteilung «Analytische Chemie» ernannt. Bleiner folgt auf Heinz Vonmont, der auf Ende Jahr in den Ruhestand geht.
 

 
  Davide Bleiner, ab 1. September 2014 neuer Leiter der Empa-Abteilung «Analytische Chemie».
 

 
Die Abteilung befasst sich mit analytischen Fragestellungen aller Art und fokussiert sich auf die Umweltverträglichkeit von innovativen technischen Lösungen und Materialen sowie auf methodische Entwicklungen in der Analytik. Ihre Expertise in analytischer Chemie bietet sie auch für Partner aus der Industrie und von öffentlichen Stellen an. Davide Bleiner promovierte 2002 an der ETH Zürich in analytischer Chemie auf dem Gebiet der Laser-Mikroanalyse bei der Massenspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma. Im gleichen Jahr kam er an die Empa, wo er sich Fähigkeiten im Bereich der räumlich aufgelösten Mikroanalyse aneignete.  2005 beschäftigte er sich als FWO-Postdoc an der Universität Antwerpen mit Grundlagenfragen des Laserplasmas und als INFN-Postdoc an der Universität Lecce mit der Ionenimplantation. 2007 wurde er Oberassistent am Institut für Energietechnologie der ETH Zürich. Während dieser Zeit entwickelte er eine lasergetriebene Quelle extrem ultravioletter Strahlung im 13,5-nm-Bereich zur Anwendung in der Next-Generation-Lithografie. Seit 2011 hat er eine Förderungsprofessur des Schweizerischen Nationalfonds am Institut für angewandte Physik der Universität Bern inne und führt in dieser Funktion ein Team, mit dem er an Table-Top-Röntgenlasern in plasmaaktivem Medium und verwandten Anwendungen für XUV-Imaging und Spektroskopie forscht. 2005 wurde er für seine Arbeit mit dem «Atomic Spectrometry Award of Spectrochimica Acta B» ausgezeichnet.  Mit seinen wissenschaftlichen Veröffentlichungen auf dem Gebiet der Laserphysik und analytischen Messtechnik hat sich Davide Bleiner europaweit einen Namen gemacht. Besonders erwähnenswert sind seine interdisziplinären Fähigkeiten sowie seine klar strukturierte Vision im Hinblick auf die Verbindung von Grundlagenforschung und industrieller Entwicklung.
 
 
 

Weitere Informationen


Redaktion / Medienkontakte