Wissenschaft mit Wirkung

Empa-Studie unter den «Top Ten»

15.06.2020 | CORNELIA ZOGG

Die renommierte Fachzeitschrift «Environmental Science and Technology» kürte kürzlich die zehn Veröffentlichungen mit dem grössten Einfluss in der mehr als 50-jährigen Geschichte des Magazins. Darunter ist auch eine Studie der Empa-Forschenden Bernd Nowack und Fadri Gottschalk über die Modellierung der Ausbreitung von Nanopartikeln in der Umwelt aus dem Jahr 2009.

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Bernd Nowacks Paper aus dem Jahr 2009 gilt als eine der zehn einflussreichsten Publikationen in der Geschichte der Zeitschrift «Environmental Science and Technology». Bild: Empa

Im letzten Jahr ist der Empa-Forscher Bernd Nowack bereits zum sechsten Jahr in Folge auf der Liste der «Highly Cited Researchers» von «Clarivate Analytics» gelandet. Nun wird Nowack mit einer weiteren Auszeichnung dieser Art geehrt: Die Wissenschaftszeitschrift «Environmental Science and Technology» hat alle rund 41'000 jemals im Magazin erschienenen Publikationen seit 1969 analysiert – und jene zehn mit dem grössten Einfluss in Forscherkreisen gekürt. Darunter befindet sich auch die Studie «Environmental Concentrations of Engineered Nanomaterials (TiO2, ZnO, Ag, CNT, Fullerenes) for Different Regions» der beiden Empa-Forscher Bernd Nowack und Fadri Gottschalk zusammen mit Roland Scholz und Tobias Sonderer.

Die Studie befasste sich mit der Modellierung der Stoffflüsse von künstlich hergestellten Nanomaterialien, die in die Umwelt freigesetzt werden. Damals war noch nahezu nichts darüber bekannt, ob und in welchen Mengen künstlich hergestellte Nanopartikel in die Umwelt gelangen können und wie sie sich in den verschiedenen Ökosystemen verteilen. Das Team entwickelten ein Modell, um die Umweltkonzentrationen verschiedener künstlich hergestellter Nanopartikel in Oberflächengewässern, Kläranlagenabwässern, Klärschlamm, Böden und Luft simulieren und voraussagen zu können. Diese Werte waren zentral für die weitere Entwicklung des gesamten Forschungsgebietes über die Umweltauswirkungen von Nanomaterialien, was die laut Scopus – eine der grössten Datenbanken für wissenschaftliche Literatur – bereits 1640 Nennungen der Empa-Publikation erklärt. Damit gehört sie zu einer derjenigen Veröffentlichungen, die gemäss den Herausgebern des Wissenschaftsmagazins durch ihre «neuen Ansätze, ihren Einfluss auf das jeweilige Forschungsfeld und die Verwendung von modernen Statistikmethoden» eine enorme Wirkung erzielt hat – oder eben hohe Wellen schlägt, wie sie in ihrem Editorial «Making Waves» schreiben.

Informationen

Prof. Dr. Bernd Nowack
Technologie und Gesellschaft
Tel. +41 58 765 76 92


Redaktion / Medienkontakt

Cornelia Zogg
Kommunikation
Tel. +41 58 765 45 99




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