NFS «Automation» erforscht intelligente Energiesysteme

Neuer Nationaler Forschungsschwerpunkt gestartet

04.02.2021 | LORIS PANDIANI

Der neue Nationale Forschungsschwerpunkt (NFS) «Automation» ist gestartet – mit der Vision, die Schweiz als einen der weltweit führenden Hubs für Forschung, Bildung und Innovation in der Automatisierungs- und Steuerungstechnik zu etablieren. Als eine der vier beteiligten Institutionen bringt die Empa ihre Expertise im Daten- und Energiemanagement ein.

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Der NFS erforscht die Entstehung von autonomen, nachhaltigen und intelligenten Energiesystemen. Foto: Claudio Schwarz für Unsplash

Im neuen Nationalen Forschungsschwerpunkt «Zuverlässige allgegenwärtige Automatisierung», der vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) gefördert wird, arbeiten mehr als 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Empa, der ETH Zürich, der EPFL und der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) zusammen; sie werden dabei in den nächsten Jahren neue Ansätze erforschen, um komplexe Automatisierungssysteme zuverlässig zu steuern und Anwendungen in den Bereichen Energie, Mobilität und industrielle Fertigung zu entwickeln. «Wir wollen die Forschung in diesem Bereich landesweit koordinieren, den Informationsfluss zwischen den Institutionen verbessern, Synergien nutzen und den Technologietransfer effektiver gestalten», erklärt der ETHZ-Forscher John Lygeros, Direktor des neuen NFS. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, damit die Schweiz ihren Spitzenplatz bei Innovationen in der Automatisierung auch künftig halten kann.

Das «Urban Energy Systems Lab» der Empa bringt sein Knowhow im Energie- und Datenmanagement in verschiedenen Projektphasen des neuen NFS ein. Das Hauptaugenmerk wird dabei auf der Entwicklung innovativer Lösungen für die Regelung auf Komponentenebene im Gebäude wie auch von energetischer Flexibilität auf Quartierebene liegen. Zudem wird die effiziente Kommunikation zwischen den verschiedenen Systemen eine zentrale Rolle für die Forschenden spielen. Für die ersten Untersuchungen wird die Infrastruktur des «Energy Hub» (ehub) der Empa verwendet, die eine Vielzahl an Daten liefert und flexibel geregelt werden kann. «Unser Ziel ist es, Methoden zu entwickeln, mit denen letztlich ein vollständig autonomes, nachhaltiges und intelligentes Energiesystem auf Stadtebene aufgebaut werden kann», meint Varsha Behrunani, eine von drei Doktorandinnen und Doktoranden, die im Rahmen des neu geschaffenen NFS an der Empa eingestellt wurden. 

Ein ausführliches Interview mit John Lygeros, Direktor des NFS Automation, finden Sie hier

Webseite des NFS Automation

 

Medienkontakt

Loris Pandiani
Empa, Kommunikation
Tel. +41 58 765 47 03


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